Eine Demenz tritt meist in fortgeschrittenem Alter auf und beginnt in der Regel für den Betroffenen selber und seine Angehörigen eher unauffällig. Es kommt zur Vergesslichkeit, Gegenstände werden verlegt, Worte fallen nicht mehr ein oder das Datum wird nicht mehr erinnert. Die bekannte Krankheit Alzheimer ist eine spezielle Form der Demenz.

Medizinisch wird die Demenz als Verfall der geistigen Leistungsfähigkeit definiert. Es handelt sich dabei um eine Erkrankung, die das Gehirn betrifft und die fortschreitend, meist nicht heilbar und nicht ansteckend ist. Mit dem Begriff Demenz werden verschiedene Erkrankungen zusammengefasst (auch Alzheimer – s.o.).

Zu den Merkmalen von Demenzerkrankungen gehören eine Abnahme der Gedächtnisleistung und eine Abnahme der kognitiven Funktionen (beispielsweise Störung des Denkens, vernünftigen Urteilens und kritischen Abwägens). Es kommt zu Störungen im Bereich der Aufmerksamkeit und Konzentration. Betroffene verlieren ihr räumliches Orientierungsvermögen und haben mit zunehmenden Sprachschwierigkeiten zu kämpfen. Auch die Persönlichkeit des Demenzkranken verändert sich. Er verliert außerdem die Fähigkeit zur eigenständigen Ausführung von alltäglichen Aktivitäten. Motivation und Sozialverhalten sind gestört. Außerdem können begleitend psychische Symptome wie Depression, Angst, Wahn, Unruhe, Halluzination und Aggression auftreten.

In Deutschland sind etwa 1,5 Millionen Menschen von einer Demenzerkrankung betroffen. Davon leiden etwa 900.000 unter Alzheimer, der häufigsten Form der Demenz.